A History of Magic


Kultur, Kultur für Kids, Literatur, Reisen / Freitag, März 2nd, 2018

Werbung, unbeauftragt / Vor kurzem waren wir in London für ein paar Tage. Da Städtereisen ja mitunter etwas langweilig für Kinder sind, haben wir die Reise unter das Motto Harry Potter gestellt. Neben den verschiedenen Originaldrehorten und der Ausstellung in den Warner Bros. Studios konnten wir noch ein besonderes Highlight besuchen: Die Ausstellung Harry Potter. A History of Magic in der British Library.

Direkt am Bahnhof King’s Cross gelegen, wo man das Gleis 9 1/2 besuchen kann.

Die Ausstellung ist ähnlich aufgebaut wie die Unterrichtsstunden in Hogwarts: Zaubertränke, Pflanzenkunde, Zaubersprüche, Astronomie, Wahrsagung, Verteidigung gegen die dunklen Künste und Pflege magischer Geschöpfe. Zum einen werden noch nie gezeigte Manuskriptseiten und Zeichnungen, die J.K. Rowling während des Schreibens gemacht hat, ausgestellt. Zum anderen Bestände aus der British Library. Dabei wird besonders schön deutlich, wie sich Rowling an Vorlagen aus früheren Jahrhunderten orientierte. Zum Beispiel ein Buch über Pflanzen, aus denen man Zaubertränke brauen konnte, die fähig waren, Menschen von Krankheiten zu heilen. Das Highlight für die Kinder war in diesem Raum ein Computer, an dem man Kräuter und Pflanzen zu Zaubertränken mischen konnte. In einem schmalen Begleitheft zur Austellung für Kinder gab es verschiedene Aufgaben und Rätsel, die den Besuch noch spannender gestalteten. Die an dem Computer ausprobierten Zaubertränke konnten in dem Heft notiert werden: Zitronensaft, zerstampft Perlen und Pferdedung ergaben einen Schönheitstrank. Lag man mal daneben mit den Zutaten gab es eine kleine Explosion. Wäre die Schlange nicht so lang gewesen, hätten die Kinder sicher noch zahlreiche Explosionen zusammengemischt.

 

Der Alchemist Nicolas Flamel ist nicht nur eine Figur in „Harry Potter und der Stein der Weisen“, sondern hat tatsächlich gelebt. Den originalen Gabstein aus dem 15. Jahrhundert kann man in der Ausstellung bewundern. Eine Parallele findet sich auch bei der Riply-Rolle, eine lange aufwändig gestaltete Schriftrolle aus dem 16. Jahrhundert. Sie zeigt die Entwicklung der Zutaten des Steins der Weisen.

Ein weiteres Highlight für die Kinder fand sich im Raum Wahrsagung. Hier gab es eine Kugel, die einem die Zukunft vorhersagte. Natürlich musste auch das mehrmals ausprobiert werden.

So konnte man locker ein paar Stunden in der Ausstellung verbringen. Auch weil alle Schriftstücke logischerweise in Englisch waren und wir den Kindern einiges übersetzen mussten. Es gab aber auch sehr schöne Zeichnungen – Entwürfe für die Filme – hauptsächlich von Jim Kay.

Die Ausstellung dauerte leider nur ein halbes Jahr und endete am 28.02.18. Mit Erlaubnis der British Library hat Google Teile der Ausstellung in „Google Arts & Culture“ online veröffentlicht.

 

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